Themen
Pragmatische DSGVO-Praxis für deutschsprachige HR-Teams - ohne Rechtsanwalts-Sprache, mit konkreten Schwellenwerten.

Was die DSGVO im Recruiting praktisch von dir verlangt, lässt sich auf sechs Punkte reduzieren. Ich liste sie hier so, wie ein Datenschutzbeauftragter sie in einem Audit prüfen würde.
Mythos 1: 'Wir brauchen für jede Bewerbung eine separate, händische Einwilligung im Word-Dokument.' Falsch - die Einwilligung in der Datenschutzerklärung der Karriereseite reicht, sofern sie spezifisch ist.
Mythos 2: 'Wir müssen alles 10 Jahre aufbewahren wegen AGG.' Falsch - 6 Monate nach Absage reichen für AGG-Klagefristen. Längere Aufbewahrung braucht eine andere Rechtsgrundlage.
Mythos 3: 'KI im Recruiting ist verboten.' Falsch - Vorsortierung mit menschlicher Entscheidung ist zulässig. Verboten ist Auto-Entscheidung mit rechtlicher Wirkung ohne Mensch.
Drei der sechs Pflichten kann ein ATS automatisieren. Information durch eingebaute DSGVO-Klausel auf der Karriereseite. Aufbewahrung durch eine Aufbewahrungsfrist pro Talent mit Auto-Anonymisierung nach Ablauf. Auskunftsrecht durch Self-Service-Export. Die anderen drei (Rechtmäßigkeit, Datenminimierung, Löschung) bleiben menschliche Entscheidungen, aber das ATS hilft, sie konsistent zu halten.
Häufige Fragen
Kostenloser Tarif, keine Kreditkarte nötig. Hosting in Deutschland. Export und Löschung sind self-service.
Lies als Nächstes
DSGVO-Checkliste für Recruiting 2026 - Schritt für Schritt sauber
Sechs konkrete DSGVO-Pflichten + drei häufige Mythen, mit Software-Defaults zum Abhaken.
Lesen
Warum KI im Recruiting mehr als ein Trend ist - und woran du den Unterschied erkennst
Wie sich Recruiting durch KI substantiell ändert - jenseits des Hypes.
Lesen
Wie du faire Absagen schreibst, ohne Stunden dafür zu brauchen
Eine echte Absage-Vorlage, drei Anti-Patterns, und der Grund, warum 'leider passt es nicht' der falsche Satz ist.
Lesen