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Source-ROI im Recruiting - was LinkedIn wirklich bringt (und wann nicht)

Drei Quellen, drei Realitäten. Wie du herausfindest, welche Plattform für deine offenen Stellen wirklich liefert - mit echten Conversion-Daten aus deutschen Mittelstandsteams.

Quellen
Funnel
ROI
Finn Glas
Finn GlasCo-Founder + Engineering
·15. April 2026·
2 Min. Lesezeit

Die ehrlichste Source-ROI-Rechnung ist nicht 'Bewerbungen pro Euro', sondern 'Eingestellte pro Euro'. Erst die zweite Zahl macht den Unterschied zwischen Lärm und Signal sichtbar.

Die häufigste Source-ROI-Falle

Das übliche Reporting heißt 'Bewerbungen pro Quelle'. Diese Zahl ist nutzlos. Sie wächst, wenn du eine Quelle aktivierst, die viele unpassende Bewerbungen produziert. Wer auf 'Bewerbungs-Volumen' optimiert, optimiert auf eine HR-Krankheit, nicht auf einen Erfolg.

Die richtige Zahl ist 'Eingestellte pro Quelle'. Idealerweise mit Kostendaten daneben. LinkedIn Premium kostet pro Stelle ~600-1.500 €/Monat, Indeed-Sponsorings ~5-15 €/Klick, Empfehlungen kostenlos (oder mit 500-1.500 €/Hire interne Prämie). Welche bringt eingestellte Personen?

Was die Daten in deutschen Mittelstandsteams zeigen

Wir sehen drei wiederkehrende Muster bei unseren Pilot-Kunden (n=14 Teams, Beobachtungs-Zeitraum 6 Monate, kombiniert ~280 Hires).

LinkedIn: niedrige Bewerbungs-Volumen, aber hohe Hire-Conversion. Typisch 0.5-1.5 Bewerbungen pro Tag pro Stelle, ~1 Hire pro 8-15 Bewerbungen. Cost-per-Hire bei aktiver Sourcing-Person eher ~1.500-3.000 €. Stark bei Senior- und Spezial-Stellen, schwach bei generischen Junior-Profilen.

Indeed / Stepstone: hohes Bewerbungs-Volumen, mittlere Conversion. Typisch 5-15 Bewerbungen pro Tag, ~1 Hire pro 50-80 Bewerbungen. Cost-per-Hire ~400-1.200 €. Stark bei Junior- und Volumen-Rollen.

Empfehlungen: niedriges Volumen, sehr hohe Conversion. ~1 Hire pro 3-5 Bewerbungen. Cost-per-Hire dominiert von der Empfehlungs-Prämie - effektiv ~500-1.500 €. Stark in jeder Rolle - aber nur skalierbar bis das Netzwerk durch ist.

Wie du das in deinem Team misst

Drei Voraussetzungen. Erstens - jede Bewerbung trägt eine Quelle (Pflichtfeld im Bewerbungsformular oder beim manuellen Anlegen). Zweitens - du loggst Eingestellte mit der Quelle, die zur Bewerbung gehört. Drittens - du betrachtest die Zahlen in einem 6-12-Monats-Fenster, nicht in einem Quartal.

KI BMS macht den ersten Punkt by default und liefert dir die Funnel-Sicht pro Quelle in den Auswertungen. Du musst dich nur an die Disziplin erinnern, jede Bewerbung mit einer Quelle anzulegen - das macht der Standard-Eingabe-Dialog für dich.

Der häufigste strategische Fehler

Teams, die auf einer Quelle eine schlechte Conversion sehen, schalten sie ab. Manchmal richtig, oft falsch. Ein häufiger Fall: LinkedIn liefert nur 1 Hire pro 12 Bewerbungen - aber das ist die einzige Quelle, die Senior-Hires liefert. Wer LinkedIn für die Junior-Volumen-Rolle deaktiviert und für die Senior-Rolle aktiviert, hat das Sourcing-Problem 80% gelöst.

Häufige Fragen

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Finn Glas

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Finn Glas

Co-Founder + Engineering

Finn ist einer der Co-Founder. Er verantwortet Engineering, Infrastruktur und die meisten nächtlichen Fixes, die ausgerollt werden, bevor jemand etwas merkt.

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